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Close CRM vs. Pipedrive: Welches CRM passt zu euch?

Close CRM oder Pipedrive? Wir vergleichen beide ehrlich: Funktionen, Kosten, Telefonie und Datenschutz und für welche Vertriebsteams welches System besser passt.

Laura Thiele
Flache Vektorgrafik mit zwei gegenübergestellten CRM-Oberflächen, links ein Telefon mit Dialer und Schallwellen für telefonzentrierten Vertrieb, rechts eine visuelle Vertriebspipeline, als Sinnbild für den Vergleich von Close CRM und Pipedrive.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Close ist auf telefonlastigen Outbound-Vertrieb ausgelegt, mit eingebauter Telefonie, SMS und Power-Dialer als Kern
  • Pipedrive ist das breiter aufgestellte, einfachere Vertriebs-CRM mit Fokus auf eine klare Pipeline und schnellen Einstieg
  • Close rechnet in US-Dollar ab und ist deutlich teurer in den oberen Stufen; Telefonie- und SMS-Nutzung wird zusätzlich berechnet
  • Für den deutschen Markt sind bei Close vor allem Telefonie, Abrechnung in Dollar und Datenschutz die kritischen Punkte
  • Die ehrliche Kurzfassung: Für Inside-Sales-Teams, die den ganzen Tag telefonieren, kann Close sich lohnen. Für die meisten deutschen B2B-Teams ist Pipedrive die pragmatischere und besser integrierbare Wahl

Close und Pipedrive landen oft auf derselben Shortlist, weil beide als schlanke, schnelle Vertriebs-CRMs gelten und sich bewusst von schwergewichtigen Systemen abgrenzen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, worum herum sie gebaut sind: Close um das Telefon, Pipedrive um die Pipeline.

Ich bin autorisierte Pipedrive-Partnerin, also nicht ganz neutral. Gerade deshalb hier ein ehrlicher Vergleich, inklusive der Punkte, an denen Close für bestimmte Teams die bessere Wahl ist.

Die Grundphilosophie: Telefon gegen Pipeline

Close kommt aus dem Inside Sales und ist für Teams gebaut, die viel ausgehend telefonieren. Telefonie, SMS und E-Mail sind nativ eingebaut, dazu Power-Dialer und in den oberen Stufen ein Predictive Dialer und Live-Coaching von Gesprächen. Die Idee: Ein Vertriebler soll möglichst viele Kontakte pro Tag erreichen, ohne zwischen Tools zu wechseln.

Pipedrive setzt den Schwerpunkt auf die visuelle Pipeline und den strukturierten Prozess vom Lead bis zum Abschluss. Telefonie ist über den eingebauten Caller oder Integrationen möglich, steht aber nicht im Zentrum. Dafür ist Pipedrive breiter aufgestellt und über einen großen Marktplatz mit sehr vielen Tools verbunden.

Funktionen und Bedienung

Beide Systeme gelten als einfach und schnell einsatzbereit, was sie von großen Suiten unterscheidet. In Vergleichen 2026 wird Pipedrive meist als das etwas einfachere und günstigere System für kleine Teams beschrieben, die vor allem eine saubere Pipeline wollen. Close gilt als das stärkere Werkzeug für telefonlastige Outbound-Teams, weil es mehrere separate Tools für Telefonie, SMS und Sequenzen ersetzen kann.

Als Schwächen nennen Bewertungen bei Close ein eher begrenztes fortgeschrittenes Reporting und fehlende benutzerdefinierte Objekte. Pipedrive wird dagegen gelegentlich vorgehalten, dass Funktionen jenseits des Kernvertriebs über Add-ons dazukommen.

Kosten im Vergleich

Hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede für den deutschen Markt, denn Close rechnet in US-Dollar ab. Die folgenden Close-Werte gelten pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich ist es jeweils höher.

PipedriveClose CRMEinstiegLite, ca. 14 €Solo, 9 $Mittlere StufeGrowth ca. 39 €, Premium ca. 59 €Essentials 35 $, Growth 99 $Oberste StufeUltimate ca. 79 €Scale 139 $Telefonieüber Caller oder Integrationnativ eingebaut, Nutzung extra berechnetAbrechnungEuroUS-Dollar

Zwei Dinge sind bei Close wichtig: Erstens wird die Telefonie- und SMS-Nutzung zusätzlich berechnet, ausgehende Anrufe liegen grob bei zwei US-Cent pro Minute, Rufnummern ab rund einem Dollar pro Monat, und eine KI-Gesprächszusammenfassung ist ein kostenpflichtiges Add-on. Zweitens macht die Dollar-Abrechnung die Kosten für deutsche Betriebe durch Wechselkurs schwer planbar. Wie sich die Pipedrive-Pläne zusammensetzen, steht im Artikel zu den Pipedrive Kosten.

Telefonie: Close größte Stärke, in Deutschland mit Fragezeichen

Die eingebaute Telefonie ist Close zentrales Verkaufsargument und für US-Inside-Sales-Teams ein echter Vorteil. Für den deutschen Markt lohnt aber der nüchterne Blick: Die Telefonie ist auf den US-Markt zugeschnitten, die Abrechnung läuft in Dollar, und für die Aufzeichnung von Gesprächen gilt in Deutschland die Einwilligungspflicht nach Paragraf 201 StGB. Wer Close hier einsetzt, sollte vorab prüfen, wie gut deutsche Rufnummern, Anschluss an die eigene Telefonie und die rechtssichere Aufzeichnung abgedeckt sind.

Pipedrive bietet beim Thema Telefonie weniger aus einer Hand, lässt sich dafür aber flexibel mit auf den deutschen und europäischen Markt zugeschnittenen Lösungen verbinden. Wie Telefonie in Pipedrive funktioniert, haben wir im Artikel zur Aircall-Integration beschrieben.

Datenschutz: ein Punkt für deutsche Unternehmen

Close ist ein US-Unternehmen, und die Datenverarbeitung ist entsprechend US-geprägt. Für deutsche Betriebe mit hohen Datenschutzanforderungen ist das ein Punkt, der vor dem Einsatz geklärt werden sollte, inklusive Auftragsverarbeitungsvertrag und der Frage, wo die Daten liegen.

Pipedrive hostet in der EU, hat allerdings ebenfalls einen US-Mutterkonzern, woraus sich eine theoretische Zugriffsmöglichkeit nach US-Recht ergibt. In beiden Fällen gilt: Prüft die Datenschutzdokumentation sorgfältig. Was bei der CRM-Wahl DSGVO-seitig zählt, steht im Artikel zum DSGVO-konformen CRM.

Was Nutzer schätzen und was sie kritisieren

An Close loben Nutzer die eingebaute Telefonie, die Geschwindigkeit beim Abtelefonieren und die Sequenzen, die mehrere Tools ersetzen. Kritisiert wird das schwächere fortgeschrittene Reporting, fehlende benutzerdefinierte Objekte und der im oberen Bereich hohe Preis plus Nutzungskosten.

An Pipedrive loben Nutzer die einfache Pipeline, den schnellen Einstieg, das große Integrationsangebot und den reaktionsschnellen Support. Kritisiert wird gelegentlich, dass Funktionen über Add-ons kommen.

Ideal für wen?

Close ist die bessere Wahl, wenn euer Vertrieb überwiegend aus ausgehenden Telefonaten besteht, ihr ein Inside-Sales-Team mit hohem Anrufvolumen führt und die Dollar-Abrechnung sowie die Datenschutzfragen für euch kein Hindernis sind.

Pipedrive ist die bessere Wahl, wenn ihr ein breit aufgestelltes B2B-Team seid, eine klare Pipeline und schnellen Einstieg wollt, in Euro abrechnen möchtet und Wert darauf legt, flexibel mit europäischen Tools zu integrieren.

Fazit

Close und Pipedrive sind beide schlanke Vertriebs-CRMs, aber mit unterschiedlichem Herzstück. Close ist ein Spezialist für telefonlastigen Outbound-Vertrieb und spielt seine Stärke dort aus, wo den ganzen Tag telefoniert wird. Pipedrive ist der breiter einsetzbare Allrounder mit einfacher Pipeline und großem Integrationsangebot.

Für den deutschen Markt sprechen bei Close drei Punkte zur Vorsicht: die Dollar-Abrechnung, die auf die USA zugeschnittene Telefonie und die Datenschutzfrage. Für reine Telefonvertriebsteams kann es sich trotzdem lohnen. Für die meisten deutschen B2B-Teams ist Pipedrive die pragmatischere Wahl. Testet im Zweifel beide an eurem echten Vertriebsalltag.

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Häufige Fragen zu Close CRM und Pipedrive

Was ist der Unterschied zwischen Close und Pipedrive?

Close ist um die eingebaute Telefonie herum gebaut und auf telefonlastigen Outbound-Vertrieb ausgelegt. Pipedrive ist um die visuelle Pipeline herum gebaut, breiter einsetzbar und über einen großen Marktplatz mit vielen Tools verbunden. Beide sind bewusst schlank und schnell einsatzbereit.

Ist Close CRM teurer als Pipedrive?

In den oberen Stufen ja. Close rechnet in US-Dollar ab und berechnet Telefonie- und SMS-Nutzung zusätzlich. Pipedrive rechnet in Euro ab, und Telefonie ist nicht zwingend Teil des Pakets. Für planbare Kosten in Euro ist Pipedrive meist leichter zu kalkulieren.

Eignet sich Close CRM für den deutschen Markt?

Für reine Telefonvertriebsteams kann es passen. Zu beachten sind aber die Dollar-Abrechnung, die auf die USA zugeschnittene Telefonie und die Datenschutzfragen eines US-Anbieters, inklusive der Einwilligungspflicht bei Gesprächsaufzeichnungen nach deutschem Recht.

Welches CRM ist besser für Inside Sales?

Wenn Inside Sales bei euch bedeutet, den ganzen Tag auszugehende Anrufe zu führen, ist Close mit Power-Dialer und eingebauter Telefonie stark. Geht es eher um einen strukturierten Vertriebsprozess mit Pipeline und Follow-ups über mehrere Kanäle, passt Pipedrive besser.

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Ihr überlegt, ob ein telefoniezentriertes CRM oder ein pipelineorientiertes System wie Pipedrive besser zu eurem Vertrieb passt? Als autorisierte Pipedrive-Partnerin schaue ich mir euren Prozess an und sage euch ehrlich, was zu euch passt. Bucht euch ein Erstgespräch.

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Wie wir Unternehmen beim Start mit Pipedrive unterstützen.

Wir begleiten Unternehmen bei der Einführung und Weiterentwicklung von Pipedrive. Von der strategischen Planung über die technische Umsetzung bis hin zur Prozessoptimierung. Das Ziel: ein CRM, das wirklich genutzt wird und täglich Mehrwert bringt.